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Hierunter finden Sie Texte mit Inhalten/Aussagen, die ich persönlich sehr wichtig finde.


1.  Arbeitsblatt Kollektive Zivilisations-Neurose

2.  Zivilisations-Neurose und Erleuchtung

3.  Lebens-Energie: Gewinn und Verlust 

4.  Religiöses Erleben im Umfeld psychischer  Krisen“  

 5.  Lieben Sie Ihre Patienten? oder: Formale Denkstörung bei Psychiatern?



Arbeitsblatt Kollektive Zivilisations-Neurose                 

 

Die kollektive (Zivilisations-)Neurose, (Kern der) „Krankheit der Gesellschaft“, hat folgende Begleitumstände, die sowohl Auswirkungen als auch Ursachen/Auslöser ihrer Weitergabe, Weitervertiefung und Weiterverbreitung sind - ein so genannter „Teufelskreis“; ein nichtlinearer, dynamischer Ursache-Wirkung-Komplex:

 

ENTFREMDUNG:  von der äußeren und vor allem von der inneren Natur; der wahren, tieferen, geistig-spirituell-energetischen Identität; vom wahren Selbst; von der wahren Selbst- bzw. Gotteserkenntnis.


ÜBERBETONUNG des INTELLEKTS und VERKÜMMERUNG der GEFÜHLSWELT: Leben unter Fremdsteuerung bzw. Steuerung aus dem rationalen Verstand (linke Hirnhälfte); unter der Herrschaft des EGO. Geschwächte Fähigkeiten der rechten Hirnhälfte = Störung des Wahrnehmens von Gefühlen, Bedürfnissen, Intuition, ganzheitlichen Zusammenhängen. Unterdrückung des wahren SELBST.


FRAGMENTIERTES, FALSCHESBEWUSSTSEIN: Abwehren / Vermeiden / Ausblenden / Verdrängen von Problemen / unbequemen Wahrheiten. Realität wird selektiv / verzerrt dargestellt / wahrgenommen. Der geistig-energetische Teil der Wirklichkeit wird nicht (an)erkannt, völlig ausgeblendet = Wahn.


KOLLEKTIVELATENTEERKRANKUNG: Kollektive Neurose - permanent weitergegeben durch unangemessene Erziehung / Sozialisation - wirkt sich aus als unbewußte kollektive Immunschwäche.


FIXIERUNG: durch Anspruch “normal” zu sein, in Angst vor der Wahrheit, in Unausgewogenheit und Unterentwicklung der Persönlichkeit.
Im Wahn. In der Abhängigkeit vom "organisierten System".


VERLUST VON LEBENSENERGIE, LIEBE - von Antrieb, positiver Lebenseinstellung, Belastbarkeit, Abwehrkräften (Immunsystem) und Gesundheit, vom Bewußtsein, wahrhaft glücklicher Mensch zu sein.


KRANKE NORMALITÄT: Die betroffene große Mehrheit hält sich für normal = vermeintlich gesund. Menschen, die sich zwanghaft bemühen, normal zu sein, werden daran krank = NORMOPATHIE.


TABU: Die kollektive Neurose wird durch ein starkes Tabu vor dem Bewußtwerden / Entdecken geschützt. Die Betroffenen können / wollen sich nicht in ihrer "Fehlerhaftigkeit" erkennen.

Hinweise auf in diesem Zusammenhang gefundene Begriffe (kursiv) und Literatur ("...."): 

 Sigmund Freud: Menschheitsneurose, "Das Unbehagen in der Kultur";

Hermann Oberth: Kakokratie, Gesellschaftsneurose, "Wählerfibel für ein Weltparlament" (Uni-Verlag Roth-Oberth); 

Erich Fromm: "Wege aus einer kranken Gesellschaft", "Pathologie der Normalität", "Anatomie der menschlichen Destruktivität", etc.;

Frederic Flach: "Depression als Lebenschance";  

Dieter Duhm: "Angst im Kapitalismus"; 

Adrian Gaertner: "Soziale Therapie";

Arno Gruen: "Der Wahnsinn der Normalität";  

Christa Meves: Neurotische Verwahrlosung, "Manipulierte Maßlosigkeit"; 

Wolfgang Schiesches: Massenneurose, Soziose (van den Berg);

BEAULIEU-Gruppe: "Aufbruch von innen", psych. Epidemie einer Kultur;

Rainer Taéni: "Latente Angst: Das Tabu der Abwehrgesellschaft";

Heinz von Foerster: Dysgnosie, "Wissen und Gewissen"; 

Viktor Frankl: noogeneNeurose, "Das Leiden am sinnlosen Leben";

Arthur Jores: "Der Mensch und seine Krankheit";

Hans J. Eysenck: Normalneurose; "Neurose ist heilbar";

Christopher Lasch: "Das Zeitalter des Narzißmus";

Sigrun Preuss: "Umweltkatastrophe Mensch"; 

Marilyn Ferguson: "Die sanfte Verschwörung";

Leopold Kohr: "Das Ende der Großen";

Arthur Janov: "Anatomie der Neurose", „Der (neue) Urschrei“;

Florian Sartorio: "Die entgleiste Menschheit";  

A. von Haller: "Gefährdete Menschheit";

Wilhelm Reich: "Die Massenpsychologie des Faschismus", "Christusmord", Biopathie, emotionalePest; 

Martin Dammholz: “Der ganze Mensch”. 

Außerdem – u.a.: Ruth Dirx, Ivan Illich, C.G. Jung, Peter Lauster, R.D. Laing,

J. Bodamer, Mitscherlich, Marcuse, Adorno.

Heilung – individuell und kollektiv – ist möglich! Vorbedingung ist Betroffenheitseinsicht. Therapie: Korrektur der Differenz(en), Unausgewogenheit und mangelnder Kommunikation/Kooperation zwischen linker und rechter Hirnhälfte. Nach- bzw. Weiter-Entwicklung der Persönlichkeit bzw. des geistigen Wesens im Menschen = (höheres) SELBST. Überwinden von Angst. Streben nach – höherer - Wahrheit und bedingungslos liebevoller Selbst-Entwicklung; nach den höheren, wahrhaft mensch­lichen Fähigkeiten/Eigenschaften des reifen "ganzen" Menschen (Martin Dammholz).

Bücher / Informationen im Internet z.B. unter solchen Stichworten:  Kultur- / Zivilisations- / Gesellschafts- / Zeitkritik; globale (Umwelt-) Krise, Weltgesellschaft/-problematik, Menschheitsproblem, Ursachen, krank(e)/-en, Abwehrmechanismus, Neurose, Narzißmus, Nekrophilie, Heilung.


Zivilisations-Neurose und Erleuchtung

1947, in der so genannten "schlechten Zeit", geboren, litt ich dennoch als Kind keine materielle Not. Aber ich bekam viel Rückmeldung, daß ich viel falsch machte, fühlte mich immer mehr abgelehnt, ungeliebt - minderwertig. Intensive Gefühle durften nicht gelebt werden – vor allem die negativen. Die wurden oft unter Androhung von Strafe verboten. Ich sollte "vernünftig" sein, und "normal". So lernte ich dauernde Unsicherheit – aus Angst, Fehler zu machen und von anderen kritisiert zu werden. Bis zum 44. Lebensjahr verstand ich die Welt, das Leben nicht - als hätte man mir eine wichtige Information vorenthalten. Im Grunde war ich unglücklich.

Im Beruf gewann ich etwas Selbstbewusstsein, konnte aber schlecht allein sein; saß viel in der Kneipe; lernte 1972 meine Frau kennen. Trotz eines ungelösten Konflikts um Gefühle blieben wir zusammen; versuchten ein "normales" Leben zu führen. 1980 kam unsere Tochter zur Welt.

Am 16. Dezember 1987 erfuhr ich vom Selbstmord meines jüngsten Bruders, Matthias. Eine unbegreifliche Tat - wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Ein gewaltiger Schock! Ich konnte das nicht verstehen, nicht einordnen. Tags darauf im Büro wurde das Gedankenkarussell in meinem Kopf unerträglich. Zu Fuß machte ich mich auf den Heimweg. Unterwegs drängten sich mir auch all die anderen negativen Dinge auf, die mich schon eine Weile belasteten. Mein ganzes Leben kam mir vor wie ein einziger Misserfolg, eine einzige Qual. Ich war nicht glücklich - und nichts wollte mir glücken. Wozu noch leben?

In dem Augenblick hörte ich die Stimme meines verstorbenen Bruders: "Komm’ doch auch hierher". Ich wunderte mich gar nicht, seine Stimme zu hören - klar und deutlich, wie wenn er einen Meter neben mir ginge. Ja, dachte ich, ich mache meinem Leben ein Ende und folge ihm ins Jenseits. Aber da meldete sich seine Stimme ein zweites Mal: "Nein, bleib' noch da; du hast noch was zu tun". Zu Hause angekommen, brach ich weinend zusammen.

Nach 2.1/2 Jahren fühlte ich mich wieder so belastbar wie früher, nach einem weiteren Jahr staunte ich darüber, dass ich mich nun besser, stabiler, gesünder – lebendiger - fühlte als jemals zuvor. War ich denn früher immer irgendwie krank oder nicht richtig entwickelt gewesen?

Als mein anderer Bruder, Michael, Probleme mit Depression hatte, musste ich erst meine Angst überwinden - z.B. ihn tot vorzufinden oder in einer Situation, die mich überfordern könnte. Früher war ich vor Schwierigkeiten meist weggelaufen. Nun aber stellte ich mich dem Problem. Und plötzlich durchfuhr mich die Erkenntnis, dass ich immer nach einem falschen Grundsatz gelebt hatte. Als ich das begriff, wurden mir auch damit verbundene andere Grundsätze bewusst, nach denen ich gelebt hatte und die sich nun als falsch oder nachteilig erwiesen. Es gab eine Kettenreaktion. Innerhalb von Sekunden folgte eine ganze Reihe von wichtigen Erkenntnissen; ein Gedankenblitz jagte den nächsten – wie ein innerliches Feuerwerk. Ich hatte wirklich den Eindruck, es wurde hell - in meinem Kopf und um mich herum. War das eine Erleuchtung?

Als Fachmann für Beleuchtung sah ich das ganz lebensnah: Wenn eine Straße erleuchtet wird oder ein Haus - was ändert sich? Man sieht einfach besser als im Dunklen; man sieht weiter, deutlicher, plastischer, farbiger. Man erkennt mehr und versteht besser. So ging es mir nun auch: In mir war es 40 Jahre "dunkel" gewesen und jetzt wurde "Licht" gemacht.

Wochenlang war ich sehr gehobener Stimmung und voller Ideen, wie positiv sich meine und unser aller Zukunft aufgrund dieser wichtigen Erkenntnisse entwickeln könnte. Die ersten Tage ging ich wie auf Wolken; schien immer einige Zentimeter über dem Boden zu schweben. Auch nach Tagen, Wochen, Monaten kamen immer noch einzelne Gedankenblitze und Erkenntnisse, die meine neue Einstellung bereicherten und abrundeten. Ein neues Weltbild, eine neue Grund-Überzeugung wuchs in mir.

In welcher Reihenfolge die vielen wichtigen Dinge damals abliefen und in welchen zeitlichen Abständen, weiß ich nicht mehr. Ich erinnere nur die wesentlichen Eindrücke und Erlebnisse:

• Ich hatte ein Gefühl völliger innerer Befreiung. Mir war, als hätte ich bis zu diesem Erlebnis im Windfang oder der Diele eines großen Hauses gelebt, von dem ich zwar ahnte, dass es noch andere Stockwerke und Räume hatte, die mir aber nicht zugänglich waren. Nun aber konnte ich in alle Stockwerke und Räume gehen - wohin immer ich wollte. Und es gab mehr (und schönere!) Räume, als ich mir jemals hätte träumen lassen.

• Ich stand real am Fenster und sah im Gartenbeet einen Vogel und bewunderte seine Fähigkeit, nur mit dem, was er am Leibe trägt oder in der Natur findet, sein Leben zu bewältigen. Das fand ich nun plötzlich als das am höchsten entwickelte Leben auf diesem Planeten und nicht den Menschen, der angeblich die "Krone der Schöpfung" sein sollte. Denn der zivilisierte Mensch braucht doch so viele Hilfsmittel. Ich erkannte, dass der zivilisierte Mensch im Vergleich zu den so lebenstüchtigen Tieren erschreckend degeneriert oder unterentwickelt war. Ich fand, die zivilisierte Gesellschaft litt an einer Art Krankheit, von der sie befallen war, seit die Zivilisation begonnen hatte. Vor allem sah ich mich selbst betroffen davon.

• Wochenlang hatte ich abends kurz vor dem Einschlafen eine gnadenlos sich wiederholende blutige Vision von mechanischen Geräten, die menschliche Körper(teile) verletzten. Diese Vision mit den blutrünstigen Bildern verschwand für immer, als ich erkannte, dass diese Vision mich meinte, dass ich – und zwar seelisch - verletzt war.

• Dies und die Erkenntnis der kollektiven Neurose der Zivilisationsgesellschaft brachten mich zu der Entscheidung, dass ich anstreben wollte, das große Ungleichgewicht zwischen meiner vernachlässigten Gefühlswelt und meinem überbetonten Intellekt zu beseitigen. Ich beschloss, nun mehr auf meinen Bauch zu hören, meinen Gefühlen mehr Bedeutung und Raum zu geben und weniger vom Kopf, vom rationalen Verstand her zu leben.

• Ich fühlte mich - wie von höherer Macht, von Gott -, geleitet, geführt; ich eilte von einer schönen, wichtigen Erfahrung zur nächsten. In rascher Folge lernte ich eine Lektion nach der anderen, wie wenn ich alles Versäumte der letzten 44 Jahre in einem intensiven "Crash-Kurs" nachholen sollte. Ich fand Bücher und wichtige Dinge heraus, lernte Menschen kennen und andere Sichtweisen, Überzeugungen, Gesetzmäßigkeiten - eine ganz neue Welt.

• Ich hatte das Gefühl, langsam in eine neue Dimension hineinzuwachsen - eine die nur Menschen sichtbar und begehbar wird, die ein bestimmtes Entwicklungsstadium erreicht haben. Es war, als steckte ich meinen Körper durch einen unsichtbaren Vorhang, hinter dem die Welt nicht mehr laut, grau, schmutzig, verwirrend, anstrengend, deprimierend war, sondern wohlig leise, farbig, strahlend hell, sauber, klar, leicht - und voller Freude und Erhabenheit.

• Ich sah in einem inneren Visionsbild die Beziehungen zwischen mir und allen anderen Wesen wie ein Netz von Fäden aus Goldstaub - jedes auch mit jedem anderen verbunden.

• Im Umfeld der Erleuchtung fand ich auch endlich meine Beziehung zu Gott. Von meiner natürlich-religiösen elsässischen Großmutter hatte ich als kleines Kind die Grundzüge des christlichen Glaubens und Beten gelernt, später aber nicht weiter praktiziert. In Gottesdiensten, die ich besuchte, fand ich nicht das passende für mich. Mit 21 war ich aus der Kirche ausgetreten in der Hoffnung, Gott - wenn es ihn denn wirklich gäbe -, auch ohne sie zu finden. Und so geschah es nun, ohne dass ich es gezielt angestrebt hätte. Es schien eher, daß ER mich gefunden hatte.

• Eine Weile sprach ich mit einem inneren Berater, den ich nun kennen lernte und der mir Antwort auf alle Fragen gab, die ich an mein Inneres richtete. Eine ruhige, freundliche Männerstimme gab mir bereitwillig und geduldig Auskunft. Später fragte ich nur noch bei ganz wichtigen Fragen, wenn ich im Zweifel war. Ansonsten entschied ich einfach immer häufiger nach meinem Gefühl, aus dem "Bauch" - und fand, dass ich damit erstaunlich gut beraten war.

• Anders als früher konnte ich mich jetzt als Teil des großen Ganzen sehen; als Teil von Gott - und Gott als Teil von mir. Ich stellte mir vor, dass alles, was man an Materiellem im Universum ist, der Leib Gottes sei - von der göttlichen Seele durchzogen - also auch ich. Nun sah ich mich in der Lage, Gott und seine ganze Schöpfung zu lieben. Das schloss auch die Menschen ein, die mir irgendwann einmal "Böses" angetan hatten.

• Ich hatte erkannt, dass es zu unserer Natur und Entwicklung gehört, Fehler zu machen und, dass es gut ist, Fehler zu verzeihen. So konnte ich meinen "Feinden" verzeihen und frei werden von negativen Gefühlen für sie. Welch' schöne Befreiung! Entsprechend erkannte ich, dass alle meine "schlechten" Erfahrungen im Grunde gute Erfahrungen waren, denn ich hatte ja aus ihnen gelernt und sie hatten dazu beigetragen, dass ich der geworden bin, der ich nun war und dass es mir so gut ging.

Im März 1997 wurde ich mit "Depression, mittelschwer" arbeitsunfähig geschrieben. (Wenn man die Daten der Suizide meiner Brüder hochrechnet, hätte ich "statistisch gesehen" 1997 Selbstmord machen müssen). Mitte 2000 begann ich, mir Gedanken zu machen, wieso jemand mit einer Erleuchtung eine Depression bekommen kann. Ich fand heraus, dass ich trotz Erleuchtung den Konflikt in meiner Ehe nicht gelöst sondern weiter ertragen, verdrängt und Gefühle unterdrückt hatte. Ich beschloss, den Konflikt zu thematisieren und meine Gefühle wieder leben zu lassen. Da es nicht möglich war, den Konflikt zu lösen, trennte ich mich von meiner Frau. Ich ging andere Beziehungen ein, konnte durch Weinen alte, verdrängte, bisher "ungefühlte" Gefühle endlich angemessen fühlen und loslassen. Ich erkannte (mit 55!) in der
Psychotherapie, dass ich nie wirklich lieben gelernt hatte. Aber jetzt konnte ich endlich daran arbeiten, diesen Mangel zu beheben.

Ich glaube heute, dass es unser aller eigentliche Natur und in jedem von uns angelegt ist, wirklich – bedingungslos - lieben lernen zu können und wirklich – bedingungslos - glücklich zu sein. Was uns daran hindert, ist die kollektive (Zivilisations-)Neurose, die durch Selbst-Entwicklung - Entwicklung des wahren, höheren, Selbst - überwindbar ist.

 

 

 

Lebens-Energie: Gewinn und Verlust

Wolfgang Heuer, 3.11.2007 

 Vorbemerkung:

Nach 15 Jahren bewußter Selbst-Entwicklung ist meine Überzeugung diese: Ganzheitliche – vor allem: seelische Gesundheit - und das Bewußtsein davon, ein glücklicher - oder nicht glücklicher - Mensch zu sein, haben sehr viel damit zu tun, wie stark oder schwach die Lebensenergie / Liebe in uns fließt bzw. wie groß das davon abhängige Energie-Potential in uns ist. Oder etwas anders: Ist abhängig davon, wie sehr wir entweder im Bewußtsein unserer körperlichen oder unserer geistig-energetischen Existenz sind. Das Wissen von der Liebe/Lebensenergie, von ihrer Qualität, ihren Eigenschaften und Wirkungen sowie die Bereitschaft, dieses Wissen praktisch zu nutzen, ist nach meiner Auffassung maßgeblich für die Fähigkeit, gesund und glücklich zu sein, zu werden bzw. dauerhaft zu bleiben.

Optimale seelische Gesundheit ist aus meiner Sicht das Bewußtsein, ein bedingungslos glücklicher Mensch zu sein; der seelische Zustand des Menschen, in dem er unter allen Bedingungen bereit ist, sich selbst so zu akzeptieren wie er ist und alles, was ist, so zu akzeptieren, wie es ist. In diesem – gelassenen, entspannten – Zustand fließt die Lebensenergie optimal und hat der Mensch die Möglichkeit, sein optimales Lebensenergie-Potential zu erreichen und sich wohl zu fühlen. Außerdem hat er in diesem Zustand die maximale Kraft, sein Leben, seine Zukunft, zu gestalten und die Dinge zu ändern, die er ändern möchte.

Was ist die Lebens-Energie:

In Anlehnung an Atom- und Quantenphysiker sowie Mystiker gehe ich heute davon aus, daß der Grund(bau)"stoff" des Universums nicht "Materie" ("grobstofflich") ist, sondern: "feinstoffliche" Energie - die universelle Energie. Was wir und unsere Wissenschaft bisher "Materie" nannten, ist nur komprimierte Energie. Die kleinsten Teilchen, die man festgestellt hat, nennt man "Quarks" – und die sind "Wechselbälger": sie treten manchmal als Energie (Welle) und manchmal als Materie (Partikel) in Erscheinung. Und welches von beidem sie sind oder tun, ist sehr von ihrem Beobachter abhängig. Genaueres erfährt man aus der Literatur dazu - oder z.B. aus dem Film "What the bleep do we (k)now?".

Meine spirituelle Sicht dazu: Wenn diese universelle Energie in mir fließt, spüre ich das als Freude, Wohlgefühl, als Glücks"gefühl". Nach meiner Definition ist Liebe die Energie, Freude das Gefühl, das von ihr ausgelöst wird und Glück ist das Bewußtsein davon, daß ich Teil dieses ewigen Prinzips bin.

Das größte Ganze, das zu erkennen ich fähig bin, ist das Universum, das Weltall, der Kosmos - Gott. Dieses größte Ganze ist aus meiner Sicht ein riesiges Kraftfeld, ein Energiefeld. In diesem Energiefeld gibt es Zusammenballungen, "Schlieren", von Energie – das sind die Materie"klumpen" Planeten, Sonnen, Sonnensysteme, Spiralnebel, "Milchstraßen". Aber in und zwischen den "Materieklumpen" gibt es Kraftfelder bzw. das eine, große, allesumfassende Kraftfeld. Dazu kommt, das dieses – möglicherweise unendliche – Kraftfeld lebendig und intelligent ist. Es handelt sich um SEINS-Energie, um BEWUSST-SEINS-Energie. Diese Energie ist laienhaft gesagt: magnetisch / elektrostatisch. Die "Teilchen" / "Partikel" dieser Energie ziehen einander an. Man könnte sagen, sie lieben einander, fühlen sich zueinander hingezogen, wollen sich vereinigen. Diese universelle, magnetische, liebende, bewußte und intelligente schöpferische Energie ist für mich auch (ein Aspekt von) Gott. Daher komme ich zu folgender Verkettung von Begriffen und Eigenschaften:

Sein = Bewußtsein = Geist = Gott = Energie = Kraft = Schwingung = Liebe = Macht = Gesetz (???)

Wie spüren wir diese Energie?

Freude ist das primäre Gefühl, das natürliche Haupt-Gefühl, des Menschen; das hat inzwischen sogar die begrenzt-einäugige Wissenschaft festgestellt. Unsere Altvorderen aber haben das auch ohne diese Wissenschaft schon immer gewußt - und vermittelt. Ein Leben in Liebe ist ein Leben in Freude und im Bewußtsein von Glück. (Wirklich) glücklich ist der Mensch, der – wirklich - lieben kann. Wirklich lieben heißt, mich selbst – bedingungslos - zu lieben so wie meinen Nächsten und umgekehrt und, sogar meine "Feinde" zu lieben – auch die Menschen oder Dinge, die mir unbequem sind. Aber ich kann sie als Möglichkeit erkennen, zu lernen und sie deswegen ohne innere Widerstände annehmen oder sie sogar achten und wertschätzen. Wir spüren diese Energie, wenn wir Schönheit – z.B. in der Natur – bewundern. Wenn sie uns anzieht, berührt, bewegt, und wir ein Gefühl von Freude, Begeisterung, Dankbarkeit - oder Liebe - empfinden.

Wir spüren diese Energie auch, wenn wir sie geschenkt bekommen – soweit wir OFFEN dafür sind: Von Menschen, die uns lieben, die uns Aufmerksamkeit schenken oder an uns denken oder fühlen. Wahrscheinlich profitieren wir auch von der Aufmerksamkeit unserer Haustiere, Kinder, Mitarbeiter, usw. Vor allem aber profitieren wir von unserem eigenen Bewußtsein und unserer Aufmerksamkeit für uns selbst. Wir können uns geliebt fühlen, auch wenn es kein anderes irdisches Lebewesen gäbe, das uns liebt, indem wir uns selbst lieben. Das scheint sogar als "Placebo" zu funktionieren:

Wenn wir uns nur geliebt glauben, profitieren wir schon davon - geht es uns besser, als wenn wir uns nicht geliebt glauben. Wahrscheinlich manipulieren wir die Lebensenergie mit unserer Erwartung...

Im Gegensatz dazu berauben wir uns des wohltuenden  (Zu-)Flusses von Liebes-/Lebensenergie, wenn wir uns selbst nicht so akzeptieren, wie wir sind, uns also innerlich ablehnen und nicht lieben. Wir lenken damit nicht nur unsere eigene Liebe – göttliche Liebe - von uns ab, sondern "manipulieren" so auch unsere Mitmenschen, uns nicht oder nur begrenzt zu lieben. Das mündet evtl. in schwerer Krise oder konkreter psychischer oder psychosomatischer Störung bzw. Krankheit; evtl. auch im Suizid.

Für solche Krankheitsbilder sehe ich heute Ursachen, die zum Teil darin bestehen könnten, daß schon von Kindern zu viel Aufmerksamkeit gefordert wird bzw. Kinder dazu erzogen werden, sich zu wenig wohlwollende Aufmerksamkeit zu schenken oder solche anzunehmen. Das beginnt in der frühesten Kindheit – möglicherweise, weil die Eltern selbst schon so erzogen wurden. Schrecklich für Kinder, von denen ständig unter Androhung von Strafe, Aufmerksamkeit, Bewußtseinsenergie, gefordert wird. Kein Wunder, daß ich Schule und Elternhaus überwiegend sehr anstrengend, auslaugend, empfand und immer große Sehnsucht danach hatte, mich draußen, im Freien, im Grünen, in der Natur aufzuhalten. Da ging es mir viel besser. Warum wohl zieht es so viele Menschen ins Grüne, in Kleingärten oder im Urlaub in die Natur? Weil wir dort Energie "tanken" können: universelle, göttliche (Lebens-)Energie.

Warum finden wir insbesondere kleine Kinder, Babies, so süß und anziehend? Weil sie noch natürlich, unverbildet, unkontrolliert sind und voll die Liebe fließen lassen – vorausgesetzt sie fühlen sich wohl. Wenn sie aber leiden, weinen, schreien, sind sie nicht entspannt, sondern angespannt und die Liebe / Lebensenergie fließt viel weniger - und dann ist es oft auch erstmal vorbei mit dem Süßfinden.

Im Laufe unserer Sozialisation/Erziehung erleben wir Traumata und Entbehrungsphasen, die uns – unbewußt oder bewußt – leiden machen und aufgrund dieser inneren Blockaden die Liebe am Fließen hindern. Deswegen geht es so vielen nicht gut. Liebesenergie ist darin nicht anders beschaffen als der elektrische Strom: Bei zu viel Widerstand fließen beide schlechter - und können schlecht Leistung bewirken. Die Liebesenergie, die nicht fließt, kann keine Freude, Gesundheit oder Glücksgefühl erzeugen und der elektrische Strom bringt bei zu viel Widerstand keine Glühbirne zum Leuchten oder Elektromotor zum Laufen. Im Buch "Das LOL²A Pinzip" von René Egli wird LOL²A Erfolgsprinzip genannt und als Formel in seiner Wirkung folgendermaßen beschrieben: Je mehr wir Loslassen (LO) und entsprechend mehr Liebe (L) zulassen bzw. leben – die dabei im Quadrat zunimmt -, desto mehr Aktion = Reaktion (A) erfolgt. Die Formel entspricht lt. Egli dem Ohm‘schen Gesetz.

In den "Prophezeiungen von Celestine" heißt es, daß ich diese Energie bei anderen umso mehr wahrnehmen kann, je mehr ich selbst über diese Energie verfüge. Ich registriere bei mir selbst seit Jahren die Fähigkeit, die besonders starke Ausstrahlung bei einigen von den Menschen feststellen zu können, die die Diagnose "Psychose" haben. Diese Ausstrahlung ist wie ein überirdisches Leuchten, ein Glanz, von dem ich nicht sagen kann, wo seine Quelle ist. Es ist eine Aura von Schönheit, die unabhängig ist von der körperlichen Gestalt; eine unbeschreibliche Lieblichkeit, die mich anzieht und fasziniert, wie kaum etwas anderes auf der Welt. Einige dieser Menschen strahlen so intensiv, daß ich sie entweder spontan umarmen möchte (selbst wenn ich ihnen gerade erst begegne) oder die betreffende Person am liebsten ständig in meiner Nähe hätte.

Daß einige der Menschen mit dieser Diagnose so intensiv strahlen und andere auch gar nicht – ganz im Gegenteil: von denen manchmal auch etwas sehr düsteres, negatives ausgeht, hat mich dazu veranlaßt, darüber nachzudenken, daß es wahrscheinlich zwei grundsätzlich verschiedene

->Ursachen von Psychosen gibt. Dazu mehr an entsprechender anderer Stelle.

Wo wird die universelle Energie sichtbar?

Normalerweise sehen wir sie nicht, weil sie ein Teil von uns – wie von jedem Wesen, von allem – ist und, weil diese Energie "feinstofflich" ist und unsere Augen "grobstofflich". Selbst bei einigen Arten von Materie (z.B. Gase) versagen unsere Augen und wir können sie nicht sehen. Unter besonderen Bedingungen jedoch können wir die Energie nicht nur fühlen, spüren, sondern sogar sehen. Manche Menschen können die (Energie-)Aura anderer sehen. Auf Bildern religiöser Darstellungen wird sie als "Heiligenschein" symbolisiert. Nach der Darstellung in der Bibel soll Moses, als er "auf den Berg" ging, den sogenannten "brennenden Busch" gesehen haben. Ich glaube, daß er evtl. einen "glühenden", "leuchtenden" oder "strahlenden" Busch gesehen hat: die Energie-Aura dieses Busches. Außerdem heißt es, Moses habe an seinem Kopf Energie-Ausstrahlungen gehabt, als er vom Berg zurückkam. Ich halte das nicht für Erfindungen, sondern für Wahrheit. Mir hat auch schon einmal ein Mensch gesagt, daß er das Anschwellen meiner Aura bemerkt hätte.

Menschen können zeitweise, unter besonderen seelischen und/oder energetischen Bedingungen, besonders sensibilisiert sein, so daß sie diese für sie sonst nicht sichtbare Energie sehen. Eine andere Version des "Sehens" dieser Energie ist, daß einem die "besondere Ausstrahlung" einiger Menschen auffällt; wobei viele Menschen, die diese Wahrnehmung haben, nicht sagen können, woher diese Ausstrahlung kommt oder worin das Besondere besteht. Ich glaube, daß es sich dabei um solche Menschen handelt, in denen die universelle Energie überdurchschnittlich stark fließt – oder ich selbst bin, wenn ich diese Wahrnehmung habe, überdurchschnittlich sensibilisiert und/oder selbst gerade besonders von dieser Energie durchströmt. Möglicherweise handelt es sich um "höhere Schwingung".

Diese Energie macht denjenigen, den sie durchströmt (und von dem sie ausstrahlt), sehr anziehend. Es ist, als sei dieser Mensch die Liebe und Glückseligkeit in Person und man hat das Bestreben, dieser Person nahe zu sein und sie anzusehen und sich an der Ausstrahlung zu erfreuen, zu "wärmen". Freund Peter Wenzel schreibt, daß der menschliche Körper – bzw. sein energetischer "Geist"-körper, auch eine Geistkraft-"Antenne" sei, mit der Energie wahrgenommen werden könne.Innere Widerstände

Die Liebe (= universelle Energie) kann umso weniger in uns bzw. durch uns fließen, je mehr innere Widerstände (Blockaden) wir haben. Wie beim elektrischen Strom. Worin können nun innere Widerstände im Menschen bestehen, die die Liebe/Lebensenergie am Fließen hindern?

  • Jede Form von Ablehnung. Immer wenn ich jemand oder etwas nicht annehmen kann, nicht wahrhaben will; wenn ich jemand oder etwas verurteile, mich von Vorurteilen leiten lasse, bin ich im inneren Widerstand. Ohne inneren Widerstand annehmen heißt lieben. Was ich widerstandslos annehme, das liebe ich. Schwierig – aber nicht unlösbar – ist die Frage der unbewußten inneren Widerstände. Diese müssen erst einmal bewußt (gemacht) werden, bevor sie losgelassen, beseitigt werden können. Daher ist es wichtig, offen zu sein für alle Dinge; konkret auch für die, die in unserem Unbewußten, Unterbewußtsein liegen.
  • Alles, was wir ins Unbewußte, ins Unterbewußtsein verdrängt haben oder was ohne unser bewußtes Zutun dorthin verdrängt wurde, sollte – wieder - bewußt (gemacht) werden, damit es erkannt und in Liebe angenommen und bearbeitet und losgelassen werden kann.
  • Jede Art von eigener – verkrampfter, ausschließender - Erwartungshaltung und – ängstlicher - Neigung, den Erwartungen anderer zu entsprechen. Weil ich mich so davon abhalten lasse, wirklich ich selbst zu sein. Das aber bedeutet, mich nicht so anzunehmen, wie ich wirklich bin und das bedeutet, mich nicht wirklich zu lieben.
  • Jede Art von auch körperlicher Verspannung, Verkrampfung, Angst oder angestrengter, nicht entspannter Aufmerksamkeit. Solche Art von "Streß" führt zu – geistiger und muskulärer - Daueranspannund und Verspannung. Das hemmt erheblich den Fluß der Liebe/Lebens-Energie.

Es gibt immer bewußte und unbewußte Anteile. Aber auch die unbewußten lassen sich erkennen, lösen, beseitigen – wenn man die offene bzw., aufgeschlossene Haltung einnimmt, für alle Hinweise offen zu sein und aus tiefstem Herzen wünscht, daß alles Verdrängte, unbewußt gewordene, wieder bewußt werden möge, damit es bewußt erkannt und bearbeitet werden kann. Der Mensch sollte bestrebt sein, daß er "in Ordnung kommt". Die not-wendigen Entwicklungsschritte sind u.a. das Lernen der Überwindung der Herrschaft von Angst und Bereitschaft zu Selbst-Erkenntnis und Selbst-Entwicklung.

("Angst überwinden" heißt nicht: gar keine Angst mehr haben oder spüren, sondern: Angst spüren, aber die Kraft aufzubringen, trotz der Angst das zu tun, was als das richtige oder bessere erkannt wird.)

Indirekte Auswirkungen

So wie die Freude das primäre Lebensgefühl ist, wenn Liebe = universelle Energie in uns fließt und Glück(lichsein) das dazu gehörige Bewußtsein, so gibt es eine entsprechende konstruktive Grundhaltung, die wir innehaben und einzelne konstruktive Fähigkeiten, über die wir verfügen. Wenn wir hingegen nicht über die Liebe verfügen und sie nicht in uns bzw. durch uns fließt, erkennen wir uns nicht als glücklich und verfügen auch nicht oder nur selten über die konstruktiven Fähigkeiten.

Solche konstruktiven Fähigkeiten sind Vertrauen und Zuversicht, Toleranz und Geduld, Hingabe und Demut, Wertschätzung und Achtsamkeit. Wo keine oder zu wenig Liebe fließt, herrschen eher Angst, Unsicherheit und Zweifel, Intoleranz und Hochmut, Ungeduld und Feindseligkeit – negatives statt positives Denken.

Immunsystem:

Ich gehe davon aus, daß das hinlänglich bekannte, auch von der Schulmedizin immer wieder benannte "Immunsystem" nicht nur biologisch-chemisch – also "materiell" funktioniert. Es gibt ja auch den Ausdruck "psychoneurobiologisch" in diesem Zusammenhang, ich weiß aber nichts genaueres darüber. Jedenfalls gehe ich davon aus, daß das Immunsystem auch eine wichtige, wesentliche, energetische Seite bzw. Komponente hat und daß der Mensch weniger anfällig für Krankheitserreger und Krankheiten ist, wenn er gut mit universeller Energie versorgt ist und, daß er entsprechend anfälliger ist, wenn er weniger gut energetisch versorgt ist. Ich selbst jedenfalls erlebe in den letzten Jahren, in denen ich mich für energetisch besser versorgt halte, daß ich die früher häufigen Infektionen nun sehr viel seltener habe.

Psychische Störungen / Erkrankungen:

Ty C. Colbert ("Das verwundete Selbst", BEUST, 1999) geht davon aus, daß die gemeinsame tiefere Ursache aller psychischen Störungen / Erkrankungen immer eine Verwundung des Selbst, eine ungeheilte seelische Verletzung ist. Solche alten Verletzungen behindern den Fluß der Liebe / Lebensenergie.

Es mag für einige Störungen/Erkrankungen auch – vordergründig betrachtet - nicht-energetische, also "materielle", stoffliche Ursachen geben – wenn z.B. irgendwelche Spurenelemente, Enzyme, Vitamine oder sonstigen "Stoffe" fehlen. Möglicherweise haben aber solche stofflichen Mängel auch psychisch-energetisch (Mit-)Ursachen. Beispiel: Pyrrolurie = "Schizophrene" Symptome aufgrund von Mangel an Vitamin B6 und Zink. Leider interpretiert die Psychiatrie heute – zu – viele psychische Erkrankungen als "stofflich" verursacht, z.B. als "Störung des Hirnstoffwechsels" und korrigiert das – aber nur oberflächlich und nicht ursächlich – mit Psychopharmaka.

Ursachen von Psychosen:

Der Unterschied zwischen den Ursachen von Psychosen und z.B. der Depression ist, daß es vor der Auslösung der Psychose oft – aber nicht immer - zu einer mentalen Überforderungssituation kommt. Wenn ein unlösbar scheinender innerer Konflikt entsteht oder sich eine Konfliktsituation sich so zuspitzt, daß man sich von ihr überfordert fühlt (Energie-Verlust!), wird man "verrückt". Das heißt im Falle der "Schizophrenie" – der "kognitiven Psychose" – daß der rationale Verstand außer Kraft zu sein scheint und der Betroffene in seiner geistigen Innenwelt (rechte Hirnhälfte) "verschwindet". Das Gegenstück dazu ist die "affektive Psychose", in der der Betroffene – wie z.B. in der Manie - fast völlig in der materiellen Außenwelt "aufgeht" (linke Hirnhälfte) und den Bezug zu seinem gefühlsmäßigen inneren "Regulativ" bzw. "Zensor" verliert. Ich gehe heute davon aus, daß das gelenkt wird durch unerträgliche, unaushaltbare innere Konflikte/Traumata, die entweder in der linken oder rechten Hirnhälfte bewußt werden und daß die Bewußtseinsenergie in die jeweils andere Hinrhälfte sich verlagert (vor dem Schmerz des Konflikts / des Traumas dorthin sich "flüchtet").

Von einem Heilpraktiker, der mit einem Reiki-Meister zusammenarbeitet, hörte ich vor kurzem von einer sehr schwer von Psychose Betroffenen, in der lt. Anzeige der Geräte des Heilpraktikers keine Energie floß und in die zu dem Zeitpunkt auch keine Lebensenergie hineinzubekommen war, wie der Reiki-Meister beim Versuch von Energieübertragung feststellte. Offenbar war diese Frau innerlich so verspannt, so im Widerstand (voller Angst, Ablehnung, Lebensverneinung oder ähnliches), daß sie nicht einmal die Energiespende eines wohlmeinenden Helfers auf- bzw. annehmen konnte.

Manie – oder andere "aktive" Formen von Psychose oder anderer psychischer Störung ("agitierte Depression") - ist bzw. sind m.E. kein Überfluß an Lebensenergie, sondern ebenfalls MANGEL – nämlich Mangel an der hochqualitativen, guten, wohltuenden spirituellen Energie. Diese Menschen sind – manisch - auf der Suche nach (Quellen von) Lebensenergie: z.B. Aufmerksamkeit, etc., bekommen diese aber durch ihre aggresive Art nur sehr begrenzt, weil sie auf Ablehnung stoßen. Die Manie ist wie ein – verzweifeltes – Aufbäumen zwischen Phasen von Depression, die eben auch als Mangel an – guter – Lebensenergie gedeutet werden kann.

Spirituelle Dimension von Psychosen:

Das meint die Begegnung mit der göttlich-geistigen Dimension bzw. Energie in uns. Im gesunden Zustand können wir uns dieser durch Versenkung, Kontemplation, Meditation annähern und ihr begegnen. Dazu gehört, daß man die – manchmal sehr intensive - innere Begegnung, wenn sie tatsächlich geschieht, auch aushalten kann. Es gibt, wie es scheint, Menschen, die – auch evtl. ohne entsprechende Absicht – dieser göttlichen Dimension und Energie in sich selbst begegnen und die von der Art und Größe dieses Erlebens überwältigt und z.T. auch mental völlig überfordert sind. Wenn sie das, was sie da erleben, nicht akzeptieren, nicht verstehen, nicht einordnen, nicht fassen können, kommt es zur mentalen Überforderungssituation und zum "Verrücktwerden"; zu dem, was Psychiater "(schizophrene) Psychose" nennen. DAS scheint mir die Situation zu sein, die in der Weihnachtsgeschichte der Bibel symbolisch dargestellt wird in der Situation, wo den Hirten auf dem Feld ein Engel erscheint und zu ihnen sagt: "Fürchtet euch nicht". Denn der einfache, auf die Begegnung mit dem Göttlichen nicht vorbereitete, Mensch, wird sich in der Regel zunächst einmal "fürchten"...

Eine ganz andere Entstehungssituation ist die, daß ein Mensch durch seine Lebenssituation in Privatleben und Beruf in einen inneren Konflikt kommt. Wie z.B. bei Eintritt in die Bundeswehr die Vorstellung, evtl. andere Menschen verletzen oder töten zu sollen; oder den "Loyalitätskonflikt" zwischen der Loyalität gegenüber einer nahen Bezugsperson (Mutter/Vater) und der Loyalität zur eigenen, individuellen Entwicklung und Lebensplanung und –durchführung bzw. weiteren geliebten Menschen (Freunde, Liebes-/Lebenspartner). (Klaus Mücke: "Die psychotische Krise" Öko-Systeme-Verlag, Potsdam).

Ich selbst kenne die Situation, daß ich nach dem plötzlichen, für mich unbegreiflichen, Suizid meines jüngsten Bruders meine gesamte Lebenssituation als quälend und unerträglich empfand und einen Augenblick lang mein Leben wegwerfen wollte. Eine kurze Zeit setzte mein Verstand aus. In solchen Situationen, in denen man mit seinen bewußten Kräften nicht weiterweiß, nicht weiterkann und innerlich aufgibt, hat man die Chance, die latent immer in sich vorhandene göttliche Dimension und Energie zu spüren; zu erleben, daß sie sich auf die eine oder andere Art bemerkbar macht. Meine Großmutter kannte dazu den Spruch: "Und wenn du denkst, es geht nicht mehr, dann scheint von fern ein Lichtlein her". Plötzlich entdecken wir, daß wir nicht nur Fleisch und Blut, nicht nur ein Klumpen Materie sind, sondern noch etwas weiteres, höheres. Wir erkennen das Göttliche als einen Teil von uns bzw. uns als einen Teil des Göttlichen. Das beschreibt m.E. symbolisch die Weihnachtsgeschichte in der Bibel: Den Augenblick, da unser "Christus-Bewußtsein" geboren wird, "zur Welt kommt". DAS sagt mir die Geburt von Jesus Christus im Stall in Bethlehem. Unter (erb)ärmlichen Verhältnissen kommt es zur Welt, in der Nacht, d.h., wenn es am dunkelsten in unserem Leben ist.

Entsprechend hat man diesen Tag mit dem 24. Dezember auch in den dunkelsten Tagen des Jahres angesiedelt: Kurz nach der Wintersonnenwende – wenn es wieder heller wird. Und auch das ist Symbolik: Wenn wir diese göttliche Dimension von uns erkennen und uns von ihr unterstützt und getragen fühlen können, dann wird es wieder heller in unserem Leben – und möglicherweise viel heller, als es jemals zuvor gewesen sein mag.

Gewinn und Verlust von Lebensenergie:

Unsere großen Physiker wie Heisenberg, Planck, Einstein und andere haben schon vor langer Zeit festgestellt, daß Materie – bis hinunter zu den Atomen - zu etwa 99 % aus Zwischenräumen besteht, in denen Kraftfelder sind. Und die Atomkerne und ihre kleinsten Bausteine, die Quarks, sind wiederum: Kraftfelder! Also ist letzlich alles, was ist, das ganze Universum: Energie! Möglicherweise kann man auch von (einem, universellen) Energiewesen sprechen, von (einem) Superbewußtsein. Denn es spricht alles dafür, daß diese Energie intelligent ist. Und sie ist uns freundlich gesonnen! Einstein soll gesagt haben, er sei gewiß, in einem freundlichen (oder sagte er "liebevollen"?) Universum zu leben.

Auch wir Menschen bestehen also zu ca. 99 % aus Zwischenräumen und den besagten Atomen und Quarks – also letztlich: auch vollständig aus dieser freundlichen Energie, Lebensenergie, die wir auch Liebe, Bewußtsein, Aufmerksamkeit und anders nennen können. Der materiell-körperlich denkende Mensch weiß von seinem – materiellen - "Stoffwechsel". Er nimmt Nahrungsstoffe auf, verarbeitet sie und gibt an verschiedenen Stellen seines Körpers auch Stoffe wieder ab. Ein Teil der Nahrung wird in Energie umgewandelt. Wir nehmen aber auch direkt Energie – Lebensenergie – aus unserer Umwelt auf und geben selbst Energie ab. Man könnte neben dem bekannten Stoffwechsel von einem parallelen "Energiewechsel" sprechen. Wir nehmen Lebensenergie auf und geben sie auch ab – und scheinbar profitieren wir selbst von diesem Fluß von Lebensenergie. Möglicherweise erzeugen wir selbst auch welche – oder haben die Fähigkeit, "niedrigschwingende" Energie, Energie von "niedrigerer" Qualität in "höherschwingende" Energie zu verwandeln, in Energie von "höherer" Qualität. Man wird sehen...

Seit einiger Zeit gibt es Literatur zu den Themen "Nullpunktenergie" bzw. "Nullpunktfeld". Das ist Energie, die man bisher für völlig unmöglich hielt, nämlich Energie, die beim absoluten Nullpunkt (minus 273 Grad) jetzt festgestellt wurde.

Ansonsten finden sich zahlreiche Hinweise auf die kosmische, universelle und Lebensenergie, wenn man zum Beispiel im Internet recherchiert und Stichworte eingibt wie "Lebensenergie, Bioenergie, Orgon-Energie, Seins-Energie, Ki, Reiki, Tai Chi, Chi Gong, Prana, Kundalini und ähnliches. So ziemlich alle Kulturen kennen diese Energie. Nur in der westlichen Zivilisation ist sie aus dem "normalen" Leben ausgegrenzt worden. Da sie nach den Kategorien der etablierten Wissenschaft nicht zu dieser Welt gehört. Descartes hat mit seiner Deklaration, daß "der Geist beziehungslos neben der Materie" existiere, der Kirche das Recht auf freies Forschen abgerungen. Aber das geschah um den Preis, daß ein wichtiger Teil unserer Lebenswirklichkeit, der vierte Aggregatzustand von "Materie", der "energieförmige" Zustand (neben "fest/flüssig/gasförmig") ausgeklammert, ausgeblendet, wurde.

Da aber die energetische Komponente des Seins unabweisbar und unverzichtbar ist, brauchen wir sie unabdingbar für unsere Gesundheit und unser Leben. Ohne (Bewußtsein für / Beachtung der) Lebensenergie wird es irgendwann keine Gesundheit, keine Freude, kein wirkliches "Glücklichsein" und dann auch kein "Leben" mehr geben...

Auch wenn ich es an anderer Stelle schon geschrieben habe, möchte ich – zur Erinnerung und Ermutigung! – hier noch einmal darauf ansprechen:

Die Aussage, die Einstein zugeschrieben wird, daß wir normalerweise nur 10% unseres geistigen Potentials nutzen, wird von den meisten Menschen zu wenig oder gar nicht – richtig - verstanden. Es geht nicht nur um Potential an – rationalem – Verstand; es geht weniger um theoretisches Wissen, um Denken oder Gedächtnis, sondern vor allem um bessere Nutzung des ENERGETISCHEN Potentials!

Wenn wir nur 10% unseres Lebensenergie-Potentials nutzen, heißt das in der Konsequenz, daß wir nur 10% unseres Potentials an Gesundheit, Begeisterung, Freude und Glücklichsein kennen!

Und – wie auch schon an anderer Stelle gesagt - es geht nicht darum, weitere 90% von der Art zu erlangen, dessen Dimension wir bis jetzt kennen, sondern es geht um das Kennenlernen und nutzen einer ganzanderen, höheren und für die allermeisten völligneuen Dimension des Lebens und Seins.

Stellen Sie sich vergleichsweise vor, Ihr Lebens"film" wäre bisher nur als Stummfilm und in schwarz-weiß gelaufen und Sie finden nun heraus, daß er auch mit Ton, in Farbe und 3-D laufen könnte!

Im folgenden der – vorläufige – Überblick an Verhaltensempfehlungen für Menschen, die unter Mangel an Lebensenergie leiden und mit psychischen oder psychosomatischen Störungen bzw. Erkrankungen oder Frühsymptomen oder irgendwelchen Problemen zu tun haben:

  1. Innere Widerstände abbauen. Loslassen lernen. Entspannte Grundhaltung anstreben. "Nichts begehren, nichts verweigern". Unsicherheit/Angst überwinden. Daueranspannung, Ablehnung usw. aufgeben. Positiv und konstruktiv statt negativ und destruktiv denken (und handeln!).
  2. Mehr – wirklich - lieben (sich selbst, alle Mitmenschen, Leben, Natur, Schöpfung, Gott, usw.). Das Gute am "Schlechten" erkennen. Probleme als Herausforderungen und "Geschenke" betrachten.
  3. Mit liebevoll-entspannt-konstruktiver Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt bei sich selbst und anderen sein - statt mit angespannt-ängstlich-destruktiver Aufmerksamkeit, in Vergangenheit oder Zukunft oder Phantasiewelt oder bei Geschehen, das weit weg von mir und meiner Wirklichkeit ist.
  4. Möglichst lebendige Nahrung essen (Frisches Obst, Gemüse, Salat). Genügend Wasser trinken. Sich im Freien aufhalten – besonders im Grünen und in der Nähe von Wasser. Natürliches Licht tanken – auch bei Bewölkung. Evtl. Kraftpunkte suchen und sich dort aufladen. Sich bewegen.
  5. Natürlich gewachsene Rohstoffe bei Kleidung (Baumwolle, Wolle, Seide) und Hausbau (Holz, Stroh, Naturstein) bevorzugen. Künstlich hergestellte Stoffe (Stahlbeton, Kunstfaser, Stahl, Glas, Kunststoff u.a.m.) sind wenig durchlässig oder anziehend für das CHI (Feng Shui) / Lebensenergie.
  6. Aus Situationen heraushalten, die unnötig Energie kosten. Zitat: "Wo du nicht lieben kannst, da geh‘ vorüber!". Liebevoll für sich sorgen. Aber nicht: sich sorgen (machen)! Nicht grübeln!
  7. Energieschnorrer meiden (Menschen, die einen mit unnötigem Zeug vollschwatzen, nur um Aufmerksamkeit zu bekommen). Es sei denn, man beherrscht die Technik, einem solchen Menschen Aufmerksamkeit zu schenken und gleichzeitig Energie aus dem Kosmos "nachzuladen"!
  8. Dinge denken, fühlen und tun, die Freude bereiten, denn immer wenn man Freude spürt, fließt Liebe / Lebensenergie. Und umgekehrt: Immer wenn Liebe fließt, spüre ich Freude/Lebensenergie.
  9. Immer wenn ich schöne Dinge sehe oder erlebe, fließt auch Lebensenergie, denn die Bewunderung von Schönheit (z.B. in der Natur, Kunst, bei Menschen) ist Freude bzw. Liebe / Lebensenergie.
  10. Magnetismus nutzen. Wenn man sich im Erdmagnetfeld bewegt, "pumpt" sich das Energiefeld des Menschen auf. Das geht mit Wandern, Walken, Joggen (mäßig!), radfahren usw., aber auch mit Tanzen und anderen Bewegungen. Hüpfen auf dem Trampoline ist auch eine Möglichkeit. Muskeln, die sich zusammenziehen und wieder entspannen, nehmen Energie auf und geben sie wieder ab. In akuten oder schwierigen Fällen können Magnetprodukte bzw. Magnettherapie helfen – allerdings nur marginal; völlige Heilung einer Psychose kann man von einer magnetischen Bandage oder Halskette nicht erwarten.
  11. Nutzen Sie Möglichkeiten der Entspannungsübungen und Energiearbeit: Autogenes Training, Yoga, Tai Chi, Qi Gong, Meditation. Es gibt viele Wege und Möglichkeiten. Aber auch hier gilt: Alles in Maßen und in Gelassenheit. Nicht hetzen, nicht verkrampfen – und alles ohne Angst oder Zweifel. Tun Sie nur das, was Sie guten Gewissens und mit Überzeugung tun können. Alles andere könnte schon wieder schädlich sein.
  12. Danken Sie, wann immer Sie können, für was immer Ihnen einfällt. Danken ist lieben. Wenn Sie von Herzen danken, lieben Sie das, wofür Sie danken. Und wenn Sie lieben, lieben Sie nicht nur das, wofür Sie danken, so